Cernion Forecast CLI: Open-Source-Brücke für Energieprognosen
Das neue MIT-lizenzierte Cernion Forecast CLI verbindet bestehende Stadtwerke-, Direktvermarkter- und Dienstleisterprozesse mit den Prognosefähigkeiten der Cernion Energy Tools.
Mit dem Cernion Forecast CLI steht eine neue Open-Source-Komponente für Energieprognose-Workflows bereit. Das Werkzeug ist bewusst nicht als „lokales ML-Produkt“ positioniert, sondern als robuste Integrations- und Nachweisschicht rund um die Prognosefähigkeiten der Cernion Energy Tools (CET).
Der praktische Nutzen: Stadtwerke, Direktvermarkter, Messstellen- und Dienstleisterprozesse können vorhandene Viertelstunden-Zeitreihen aus EDM-, MaKo-, Abrechnungs-, Portfolio- oder Job-Runner-Umgebungen über die Kommandozeile validieren, in CET einspielen, Prognosen abrufen und die Ergebnisqualität gegen spätere Ist-Werte bewerten.
Warum Open Source?
Forecasting scheitert im operativen Betrieb selten nur am Modell. Häufiger fehlt eine nachvollziehbare Brücke zwischen Bestandsdaten, Marktkommunikationskontext, Batch-Prozessen, Qualitätssicherung und späterer Ergebnisbewertung. Genau dort setzt das CLI an:
- lokale Dry-Runs ohne Token für Datenqualitäts- und Formatchecks,
- JSON-, CSV- und MSCONS-/EDIFACT-Eingaben für energiewirtschaftliche Quellsysteme,
- Provenance-Artefakte mit
clientRunId, Quellenkontext und Laufmetadaten, - Scoring und Acceptance Tests gegen Ist-Werte und einfache Operator-Baselines,
- Token-Schutz: API-Tokens werden nicht in Ergebnisdateien oder Logs archiviert.
Die MIT-Lizenz senkt die Einstiegshürde: Teams können das CLI lokal prüfen, in bestehende Skripte einbetten, Pull Requests einreichen oder konkrete Integrationsfragen über GitHub Issues diskutieren.
Einordnung in CET
CET stellt die gehosteten Prognose-, Modell- und Tenant-Funktionen bereit. Das Open-Source-CLI macht diese Funktionen für operative Umgebungen greifbar: Kommandozeile, Cron, ETL-Pipeline, Job-Runner, Support-Diagnose oder kontrollierter Pilotbetrieb.
Das passt zur Cernion-Positionierung: nicht „KI-Demo“, sondern eine prüfbare Betriebsschicht mit Datenqualität, Nachvollziehbarkeit, Idempotenz, Qualitätsgate und klaren Sicherheitsgrenzen.
Schnellstart ohne Produktivdaten
Das Repository enthält synthetische Beispieldaten, die ohne CET-Token genutzt werden können:
git clone https://github.com/energychain/CernionForecastCLI.git
cd CernionForecastCLI
python3 -m venv .venv
. .venv/bin/activate
python -m pip install -e .
cernion-forecast history --dry-run \
--series-id synthetic-meter-42 \
--input examples/data/synthetic_history_35d.json \
--out runs/quickstart-history
cernion-forecast score \
--series-id synthetic-meter-42 \
--predictions examples/predictions/synthetic_previous_week_prediction_2026-09-29.json \
--actuals examples/data/synthetic_actuals_2026-09-29.json \
--out runs/quickstart-score
Damit lässt sich der lokale Datenqualitäts- und Bewertungsfluss testen, ohne echte Kundendaten, API-Token oder produktive Systeme einzubinden.
Für wen ist das relevant?
- Stadtwerke und EVU, die Last-, Portfolio- oder Messdatenprognosen nachvollziehbar in bestehende Abläufe bringen wollen.
- Dienstleister und Systemintegratoren, die CET-Prognosefunktionen in Batch-, EDM-, MaKo- oder Data-Quality-Prozesse einbetten möchten.
- Entwicklerteams, die Forecast-Pipelines mit klaren Artefakten, Quality Gates und sicheren Token-Grenzen benötigen.
Repository: github.com/energychain/CernionForecastCLI
Wer den produktiven CET-Forecast-Flow testen möchte, kann mit einem lokalen Dry-Run starten und danach gezielt einen tenant-gebundenen API-Zugang anfragen.